Vor 200 Jahren wurde auf Initiative des Reichsfreiherrn Karl vom und zum Stein eine „Gesellschaft für Deutschlands ältere Geschichtskunde“ gegründet, zu der auch Wilhelm von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe gehörten. Ihr Ziel war, die schriftlichen Zeugnisse des Mittelalters zu sammeln und als „Monumenta Germaniae Historica“ – also als „Geschichtsdenkmäler Deutschlands“ – zu veröffentlichen. Die Gründer dachten ursprünglich nur an zwölf Foliobände, die es innerhalb eines Gelehrtenlebens zusammenzutragen gälte. Tatsächlich sind seither fast 500 Bände im Rahmen dieses heute sowohl von einem Forschungsinstitut in München als auch von Arbeitsstellen an deutschsprachigen Akademien der Wissenschaften getragenen Editionsunternehmens publiziert worden. Diese Quelleneditionen bilden die wichtigste Textbasis für eine Erinnerungsgeschichte an das europäische Mittelalter, denn sie stellen Manifestationen oder gleichsam Bausteine des kulturellen Gedächtnisses eines Jahrtausends der Vormoderne dar.
Der Jubiläumsvortrag beleuchtet am Beispiel der Berliner Arbeitsstelle einige Aspekte der mitunter wendungsreichen Projektgeschichte.
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 08.02. unter diesem Link
Grußworte
Wolfgang Neugebauer
Akademiemitglied
Bernhard Jussen
Sprecher des Mittelalterzentrums der BBAW
Akademiemitglied
Einführung
Michael Menzel
Humboldt-Universität zu Berlin
BBAW
„Es musste ein neuer Anfang gemacht werden, im Weltbild und in der Arbeit.“
Die Monumenta Germaniae Historica in Berlin vom zweiten Weltkrieg bis nach der Wende
Martina Hartmann
Präsidentin der MGH