Diese Entwicklungen gefährden die Nahrungsmittelproduktion und -qualität auf der ganzen Welt. Um allen Menschen auf unserem Planeten Zugang zu umweltverträglicher und gesundheitsförderlicher Nahrung zu verschaffen, braucht es ein Verständnis für die komplexen Zusammenhänge, unabhängige Forschung und mutige technologische Innovationen. Die Umsetzung einer wissenschaftsgeleiteten Ernährungswende verlangt die Mitwirkung der Gesellschaft sowie ein gesundheits- und nachhaltigkeitsorientiertes Handeln der Politik. Die Bandbreite möglicher Politikmaßnahmen reicht von Investitionen in die Umweltsoziologie und Transformationsforschung, über Deregulierung von neuen Züchtungstechniken bis hin zu Steuerreformen, um Umweltschäden zu vermeiden. Mitglieder der IAG „Ernährung, Gesundheit, Prävention“ diskutieren die Chancen, die die Ernährungswende eröffnet, und stellen exemplarisch erfolgsversprechende Ansätze für deren Gelingen vor.
Mit Hermine Mitter (Mitglied der Jungen Akademie, IAG-Mitglied, Universität Graz), Ralph Bock (Akademiemitglied, Sprecher der IAG, Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie), Benjamin Bodirsky (IAG-Mitglied, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) und Harald von Witzke (IAG-Mitglied, Humboldt-Universität zu Berlin). Moderation: Constanze Bickelmann (BBAW)
Eine Veranstaltung der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Ernährung, Gesundheit, Prävention .
AKADEMIEVORLESUNG „Ernährungswende – Chancen und Herausforderungen“
Um eine gesunde und nachhaltige Ernährung für alle zu gewährleisten, ist eine grundlegende Transformation unseres Ernährungssystems erforderlich. Diese Ernährungswende bietet erhebliche Chancen für die Gesundheit der Bevölkerung, der Lebewesen und des Planeten. Gleichzeitig ist sie mit großen Herausforderungen verbunden: Wir müssen die Qualität und Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln sicherstellen. Politische Handlungsspielräume müssen genutzt werden, um Veränderungen im Konsumverhalten auf individueller und gesamtgesellschaftlicher Ebene zu fördern. Konzertierte Anstrengungen von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind notwendig, damit diese Transformation erfolgreich gelingen kann.
Der nächste Termin:
5. Juni 2025, 18 Uhr | Warum machen Gehirne dick? |